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Sepp Daxenberger Preis – wie geht´s weiter


drüsiges Springkraut - des Imkers Lieblingsblume - Foto Nähe Naturschutzgebiet Hierschauer Bucht, Chiemsee

drüsiges bzw. indisches Springkraut

Der Sepp war ein echter Chiemgauer, Bürgermeister von Waging.

Eine Charakterfigur, Jemand der viel bewegt hat für sein Dorf und für den Landkreis und in Bayern.
Vor einem Jahr ist er leider an Krebs verstorben.

Ich teile mit ihm mein Interesse an der Natur,
allerdings hab ich für meinen Teil nicht so ganz die Gentech-Panik!
Ich finde man sollte die Gentechnik zwar gut beobachten aber als Methode nicht per se ausschließen,
da sie durchaus Chancen für die Zukunft bietet.
Mit dem Terminus „Schöpfung bewahren“ hab ich auch so meine Probleme,
da ich mir schwer tue die Evolution zu leugnen.

Das Wort Biodiversität gefällt mir da schon besser, damit kann ich mich anfreunden.
Das Bewahren kann aber viele Facetten haben und ist längst nicht auf die Gentechnik beschränkt!
Wenn ich mich so umschaue in der Natur, ist´s viel weniger die Gentechnik die mir Sorgen macht,
als die Einschleppung neuer Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen, die viel zerstört haben.
Ich erinnere nur mal an das praktisch komplette Verschwinden der Ulmen durch eine Pilzerkrankung,
oder die Milben die unseren Honigbienen so zu schaffen machen.
Oder dieses indische Springkraut, das mittlerweile überall wächst, hauptsächlich an Bächen und Seeufern.
Dort besetzt es ganz extrem die Ökologischen Nischen vom Schilf.
Ein Bereich, auf den einige Tiere im Alpenvorland spezialisiert und angewiesen sind,
Brutplätze für Vögel!

Jedenfalls gibt es jetzt ganz neu den „Sepp Daxenberger Preis“

http://www.chiemgau24.de/waging/karl-heinz-bablok-erhaelt-sepp-daxenberger-preis-bgl24-1461582.html

Chiemgau24 schreibt:
„Der Preis, der unter dem Motto steht „Verändern, um zu bewahren“
wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen,
die sich für Veränderungen stark machen, die dem Ziel des Erhalts
der natürlichen Lebensgrundlagen dienen.“

Erhalten wird ihn nun ein Imker, der sich dafür eingesetzt hat,
dass Honig der Spuren gentechnisch veränderten Pollens enthält;
nicht ohne Zulassung auf den Markt kommen darf.
Ganz verstehen kann ich das nicht, da ich mir nicht vorstellen kann,
in wie fern nun von diesem Honig eine Gefahr für die Landwirtschaft,
für die Natur oder die Biodiversität ausgeht.
Naja, der Preis ist wohl in erster Linie dafür, dass man´s der Gentechnik
und der bayer. Staatsregierung somit so richtig gezeigt hat.

Ich würde aber gerne die Idee mit den Imkern ein bisschen weiter spinnen,
denn vom Grundsatz her finde ist die richtig gut!
Vielleicht können die Grünen da irgendwas in Ihrem Parteiprogramm mit aufnehmen!
Allerdings ginge es mir dabei weniger um die gentechnische „Verunreinigung“,
sondern um die Verunreinigung durch Pollen dieses indischen (drüsigen) Springkrautes!

Dieses Springkraut, das derzeit unsere Fluß- und Seenlandschaft umdreht,
wurde ursprünglich aus Indien von Imkern eingeführt!
Das Zeug wuchert ohne Ende, blüht bis in den Herbst und beschert den Imkern reiche Honigernte!
Möglicherweise ist dies auch der Grund, warum der eine oder andere Imker sogar heute noch heimlich dieses Zeug pflanzt,
während Ökos an anderer Stelle versuchen das Zeug wieder los zu werden…

Meine Vorschlag an die Grünen wäre nun hier auch die Imker in die Verantwortung zu nehmen!
Daher meine Forderung:

Ich schlage vor, dass aus Gründen der Biodiversität kein Honig mehr
mit Pollen des drüsigen Springkrautes  in den Handel gelangen darf!

Um also den Honig sauber zu halten müssten sich die Imker um einen aktiven Umweltschutz kümmern.
Vielleicht die letzte Möglichkeit um dieses Kraut langfristig zurückzudrängen.

Allerdings befürchte ich das den Imkern der Gang zum europäischen Gerichtshof wichtiger ist,
als das Ausrupfen von Springkräutern.
Und wenn´s dem eigenen Umsatz dient kann man sicher auch mal 2 Augen zudrücken, oder?
Und ob nun die Grünen wirklich Lust haben sich mit den Imkern anzulegen?
Tja, hauen wir lieber auf die Gentechnik….

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Über jemseneier

Chiemgauer

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