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Esoterik-kritische Vorträge in Rosenheim


Gibt ja eher selten kritische Vorträge und Veranstaltungen in Rosenheim zum Thema Esoterik.
Das es hier wesentlich mehr Aufklärung bedarf habe bereits in einigen Posts dargestellt.

Umso mehr freut mich, wenn dann diesbezüglich doch etwas los ist.
Die „Infogruppe Rosenheim“ hat bis März 3 Interessante Termine zu diesem Thema, die ich hier gerne vorstelle.
Alle Veranstaltungen finden im Rosenheimer „Z“ statt.

Den Auftakt bildet der Film „die Mondverschwörung“ von Thomas Frickel,
am 5. Februar um 19.00 Uhr.

endlich(!) auch als Chiemgau-Premiere!

hier ein Link zum  einem  Interview mit Thomas Frickel,
hier ein weiteres Interview als Podcast und eine Linksammlung.
Hier der Trailer dazu:

Der Witz an dem Film – soweit ich das aus den Kritiken heraushöre – ist das im Grunde nichts kommentiert wird!
Immer einfach mit der Kamera drauf und schon geht´s schnurstracks nach Absurdistan…. Was aber Leute nicht abhält sich hinterher über die Darstellung dieser „Phänomene“ zu beschweren…
Frickel sagt dazu:
„Es gibt immer mal wieder Zuschauer, die das gar nicht gut finden, wenn man sich über angeblich vergiftete Euro-Scheine oder Teufelssymbole auf unserem Personalausweis oder die Weltverschwörung lustig macht.
Dann antworte ich, dass wir uns gar nicht darüber lustig machen. Und das stimmt ja auch. Kein einziges Gespräch in dem Film ist sinnentstellend gekürzt oder falsch wiedergegeben worden. Wie schon gesagt, wir führen die Leute nicht vor.”

Nebenbei wird derzeit auch für eine Video-Produktion des Films gesammelt;-)

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Im Februar gibt´s dann einen weiteren interessanten Vortrag.

„Über alles in der Welt – Esoterik und Leitkultur“
Vortrag mit Dr. Claudia Barth am So, 19.02

Z-rosenheim schreibt dazu:
„Am Sonntag den 19. Februar referiert im Rosenheimer „Z“ (Innstr.45a) Dr. Claudia Barth über die die wichtigsten Aspekte esoterischer Ideologien. Einen besonderen Augenmerk legt die Esoterikexpertin auf die, für Deutschland spezifische, Spielart der Esoterik mit ihrem völkischen Einschlag. In Deutschland ist Esoterik vor etwa 150 Jahren, zeitgleich mit der Reichsgründung, entstanden. Sie transportiert nationale Mythen, rassistisch-völkisches Gedankengut und bietet sich als adäquate Religionsform der Moderne an. Nach einem Einblick in Geschichte und Grundlagen esoterischen Denkens geht es im zweiten Teil der Veranstaltung um Gründe für dessen enorme Verbreitung.
Diese Veranstaltung der infogruppe rosenheim in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein beginnt um 18:30 Uhr, der Eintritt ist frei.“

Frau Barth ist (Mit-)Autorin einiger Esoterik-kritischer Bücher,
besonders von einigen Varianten die bei uns sehr verbreitet sind.
Beispiele sind Familienstellen nach Hellinger und antisemitistische Verschwörungstheorien,
die leider traditionell in der Rosenheimer und Bad Aiblinger Gegend sehr im Umlauf sind.

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Im März gibt es einen weiteren Vortrag von Daniel Kulla,
über den ich jetzt persönlich noch nicht viel weiß, aber das Thema ist interessant,
und streift ebenfalls wieder die Rosenheimer Truther-Szene:

Entschwörungstheorie
Vortrag mit Daniel Kulla am Fr, 30.03

Z-rosenheim schreibt dazu:

„Daniel Kulla über “Entschwörungstheorie” und stellt sein Buch mit demselben Titel vor.

“Entschwörungstheorie” ist ein ironisches Label. Ziel ist nicht die Einheitliche Feldtheorie zur Widerlegung sämtlicher Verschwörungstheorien. Vielmehr geht es darum, das Thema für eine kritische Diskussion überhaupt zugänglich zu machen und die dafür wichtigen Fragen aufzuwerfen. Motiv ist die Unzufriedenheit mit der bisherigen Beschäftigung mit Verschwörungsdenken, die besonders in Deutschland vorwiegend in unkritisches Durch-winken einerseits und akademisch-elitäres Bashing à la Wolfgang Wippermann andererseits zerfällt.

In dem Buch „Entschwörungstheorie. Niemand regiert die Welt“ ( 2007, Verlag: Werner Pieper & The Grüne Kraf)
betont Kulla die Besonderheit des modernen Verschwörungsdenkens gegenüber früheren Formen; es werden nicht mehr hauptsächlich aufgrund unzureichender Informationen wilde Spekulationen angestellt, sondern es findet eine Reduktion trotz verfügbarer Informationen statt. Dabei kleidet sich moderne Verschwörungsideologie ins Gewand etablierter Autoritäten (Wissenschaftler, Historiker, Politiker) und übertrifft diese in der Wirkung beim Publikum in vielen Fällen. Dieser als “Travestie” bezeichnete Mechanismus gehört zu den wichtigsten Verbreitungsweisen des Verschwörungsdenkens und sollte nicht durch die üblichen Reaktionen bestärkt werden.“

Auf diesen Vortrag bin ich sehr gespannt, ich gehe da sozusagen noch ergebnisoffen hin.
Gesponsert wird das von den Grünen, in deren Umfeld durchaus Verschwörungstheorien kultiviert wurden und werden!
Unsinn wie Alternativ-Medizin und Esoterik wurden so gesellschaftsfähig gemacht! Aber vielleicht wird das ja eine partei-interne kritische Aufarbeitung…? Mal sehen.

Link zur „Infogruppe“ und dem Linken Zentrum in Rosenheim:

Link direkt zum Film „Die Mondverschwörung“ in Rosenheim

 

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Chiemgauer

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