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Bilder aus dem Chiemgau, Einfach nur Regional

Die Schönheit des Himmels


Vor 6 Wochen etwa fand ich ein ganz schönes Buch beim Wertstoffhof, aus den 50er Jahren:
Ein Bildband mit dem Namen „Die Welt in der wir leben“.
Ich möchte ein paar Sätze daraus zitieren, über die Schönheit der Welt.
Der Autor braucht keine Gottheit dazu und keine Esoterik!
Er schaut in den Himmel, einfach mit dem was man „Naturerlebnis“ nennen könnte.
Es ist aber viel mehr als das!
…denn dieser Autor gab sich nicht nur mit diesem Gefühl zufrieden, er kann´s auch erklären!
Und auch das ist schön!

Ich werde seine Erklärungen ein bisschen mit Fotos aus dem Chiemgau ergänzen.
Aufgenommen vom Schnappenberg:

„Das meiste, was der Mensch in seiner Umwelt als schön empfindet,
stammt letztendlich von der Atmosphäre.
Denn jedes stimmungsvolle Naturschauspiel, das uns Menschen anspricht und bewegt,
zieht seinen Zauber ja aus dem Wechselspiel von Licht und Luft.
Der blaue Himmel und das blaue Meer, die weißen Wolken, das grünliche Zwielicht,
der graue Novembernebel, der schimmernde Regenbogen, der grelle Blitz –
all das stammt aus der Palette unserer Lufthülle.

Denn die Atmosphäre bricht und streut das Sonnenlicht,
in dem Strahlen aller Wellenlängen des sichtbaren Spektrums von Violett bis Rot enthalten sind.
Die Moleküle der Luft haben gerade die rechte Größe, kurzwellige Lichtstrahlen
– das ist vor allem der blaue Anteil – stärker zu streuen als als langwellige,
und so erscheint der Himmel blau.
Das „azurne“ Fundament ist also nicht etwa eine gläserne Kuppel,
die sich über uns wölbt, sondern viel eher ein feines leuchtendes Gewebe,
gesponnen aus blauem Licht und aus Luft, das rund 20 Kilometer über uns hängt.
Dahinter liegt violette Dämmerung, und bei 30 Kilometer Höhe wird der Himmel schwarz
und die Sterne beginnen zu strahlen.

Das rote Glühen des Morgen- und Abendhimmels entsteht durch einen ähnlichen Vorgang.
Steht die Sonne tief, so müssen ihre Strahlen einen sehr viel längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen, als bei Hochstand am Mittag.
Die Moleküle der Luft, die Wassertröpfchen von Nebel und Dunst, der feine Staub
– sie alle beugen mehr kurzwelliges Licht ab als langwelliges rotes,
das dadurch in den schräg in die Erde treffenden Strahlen überwiegt
und so das vielfältig flammende Rot der Sonnen-Auf- und Sonnen -Untergänge an den Himmel zaubert.

Schöne Grüße, Jemseneier

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Über jemseneier

Chiemgauer

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Die Schönheit des Himmels

  1. Das Buch hab ich mit etwa 7 Jahren zu Weihnachten bekommen – es war für mich eine „Einstiegsdroge in die Naturwissenschaft“ Obwohl es schon 1952 entstanden ist kann man es eigentlich immer noch sehr gut empfehlen. Eigentlich ist es ja nur ein Bildband aber sehr schön erklärt ohne ungenau zu werden. Das Alter sieht man dem Buch an weil noch keine Plattentektonik erwähnt ist.
    Ich habe keinen naturwissenschaftlichen Studienabschluß bin aber begeisterter Hobbyastronom.
    Beste Grüße
    Felix, auf Komet Panstarrs wartend.

    Verfasst von Felix | März 7, 2013, 12:04 am

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