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Uncategorized, Wissenschaftstheorie und kritisches Denken

Analogiebetrachtungen


Als mein Sohn noch kleiner war, so vier oder fünf, wollte er gerne Polizist werden.
Nicht so gerne wollte er Salat und Spinat essen!

Und was macht man da so als einfallsreicher Pappi? Man erzählt  eine Geschichte:
„Sohnemann“ sag ich, „wenn Du Polizist werden willst, musst Du viel Salat und Spinat essen:
wegen der grünen Farbe!
…denn die grüne Farbe der Polizisten ist von Salat und Spinat!“

Das hat sogar ein paar Tage funktioniert!
Irgendwann hat er dann doch den Braten gerochen,
und sich gefragt wie eigentlich die Farbe der Kleidung mit dem Essen zusammenhängen soll?…

Manchmal würde man sich schon wünschen,
dass Erwachsene auch so schnell den einen oder anderen Blödsinn erkennen würden.

Leider ist es wohl oft so, dass man sich in manchen Kreisen diese Art von Wahrnehmungs-Vermögen einfach abtrainiert.
„Ganzheitlich“ nennt man dann das:

Gemahlene Nashörner würden Potenz verleihen,
Krankheiten (Organen etc.) wären Punkte auf der Haut zugeordnet,
Sterne würden unsere Zukunft kennen,
Hautfarbe, Schädelform etc. würde den Charakter bestimmen,
der Mond würde uns sagen, wann wir abnehmen und die Haare schneiden sollten…
Sachen, die NICHTS miteinander zu tun haben, werden in Zusammenhang gebracht.

Das „So-ähnlich-wie“-Weltbild

Das spannende ist, dass heute viele solche Leute  ihr Weltverständnis auf diesen Analogiebetrachtungen aufbauen.
Ständig hüpfen sie von einem Thema zum anderen, auf der Basis „das ist ja so ähnlich wie…“:
Homöopathie ist so ähnlich wie Reiki ist so ähnlich wie Quantiheilung ist so ähnlich wie Akupunktur
ist so ähnlich wie Wasser-Informieren ist so ähnlich wie Hellinger ist so ähnlich wie Aura-Chirurgie
ist so ähnlich wie Schamanismus ist so ähnlich wie Astrologie……
Es entstehen Weltbilder, die über diese „So-ähnlich-wie“-Behauptungen überhaupt keinen Bezug mehr zur Realität haben.

Dadurch schaffen sie oft ein diffuses Wölkchen, ohne echte Tiefe.
So ein Nebel, durch den man im Grunde nichts mehr erkennen kann! Keine Wahrheit!
Tja, irgendwie sind diese Leute dann auch wirklich eingenebelt,
in ihrem „Small-Talk“ an oberflächlichen Betrachtungen… Im Einklang primitiver Banalitäten.

Geliebte Analogien

Menschen lieben Assoziationen, davon lebt Kunst, Design, Architektur und die Literatur.
Bezüge erfinden, Bilder erzeugen…

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Das ist nur ein einfacher Muffin! Die Ähnlichkeit mit weiblichen Organen ist rein zufällig. Er hat keine aphrodisierdende Wirkung!

.
Wahrscheinlich sind wir einfach so eingerichtet, überall Ähnlichkeiten zu finden?
Womöglich haben unsere Vorfahren genau dadurch überlebt?
Durch´s Vergleichen mit früheren Situationen…
…dadurch gelernt, Stellen für gutes Trinkwasser zu finden, oder Nüsse oder Jagdbeute…

Heute sind aber unsere Erlebniswelten viel zu komplex geworden!
Analogien werden ständig dazu verwendet, uns auf die falsche Färte zu locken:
In Form von Werbung, Politik, Meinungsmachern…
Die Mimikry überwiegt heute in einem Maße, dass es absolut lebensnotwendig ist
uns strukturiert mit unseren Wahrnehmungseigenschaften auseinanderzusetzen!

NICHTS zu erkennen!?!?

…ist für den Mensch total unbefriedigend!
Deshalb hat man für viele Dinge, die sich nicht selbst erklären Bezüge einfach frei erfunden!
…wie z.B. für die Sterne am Himmel, die so eindrucksvoll über uns schweben:
Sternzeichen und deren Eigenschaften dienen einfacheren Zeitgenossen dazu,
andere Leute in Schubladen einzusortieren.
Frei nach dem Motto: Besser falsche („ganzheitliche“) Welterklärungen finden, als gar keine….

Von der Kunst zur Pseudowissenschaft

Tja, dieses Frei-Assoziieren geht eigentlich so nur in der Kunst!
optisch, akustisch oder literarisch Bezüge herstellen, Elemente dadurch gliedern. Ohne Konventionen…
Überall woanders läuft´s halt ziemlich schnell auf reinen Blödsinn ´raus.
In der Physik, in der Biologie, in der Natur macht dieses Assoziieren nur dann Sinn,
wenn man gleichzeitig die entsprechende Funktionalität im Auge behält.
(Also im mechanistisch-materialistischen Weltbild! – dem Feindbild aller Esos! :-) )

Bestes Beispiel ist die Bionik.
Dort wird eine Funktionalität aus der Natur analog auf moderne Werkstoffe übertragen:
Bienenwaben werden zu architektonisch sinnvollen Leichtbaukonstrukionen.
Oder die Krümmung von Flügeln und Fischen wird auf moderne Flugapparate angepasst…

Ausrechnet der bekannteste unter den deutschen Dichtern hat dies verkannt,
wurde deswegen von Schiller kritisiert und von Isaac Newton widerlegt.
Ich spreche vom „Dichterfürst“ Johann Wolfgang von Goethe.
Goethe bezeichnet diese Analogien (am.Beispiel von Pflanzen) als „geheime Verwandschaft“,
als „Metamorphose“, als „Gesetz der Umwandlung“
und blendet dabei das Prinzip der Funktionalität vollkommen aus.

Seine *Wissenschaftstheorie* basierte rein auf der „ visuellen Wahrnehmung,
nicht auf einem funktionalen Verständnis der einzelnen Teile.
Das Wahrheitskriterium der Metamorphose war die eidetische Plausibilität
für das erkennende Subjekt, keine objektivierbare Funktion der Einzelteile….
Die
Idee werde in der Metamorphose durch die Invarianzen in den Veränderungen
sichtbar. (aus Helmut Zander, Anthroposophie in Deutschland, Seite 452).

Dabei verweigerte sich Goethe auch jeder Art von technischen Hilfsmitteln,
die zum Beispiel der Bemessung dienlich gewesen wären.
Aber auch optisches Gerät wie Fernrohre und Mikroskope wollte er nicht,
das Auge wäre das genaueste aller Geräte….
Seine „Auswertung“ erfolgte somit eher „intuitiv“,
was natürlich für einen, der sich selbst als Wissenschaftler
(oder Universalgelehrten nach Faust´schen Vorbild) gesehen hat,
schon wahnsinnig kurzsichtig war!

Genau auf dieses eigene „Schauen“ verlassen sich die Esoteriker heute,
und fallen dabei praktisch auf jeden nur erdenklichen Fehlschluß herein.
Unter den Anthoposophen wird diese  unsinnige Denkweise als „Goetheanische Wissenschaft“ bezeichnet.

Von Goethe zu Steiner…….

Rudolf Steiner hat Goethes Wissenschaftstheorien gerne übernommen, und wie folgt erweitert.
Zum Verständis muß man vorausschicken,
dass Rudolf Steiner nach Meinung heutiger Psychologen höchstwahrscheinlich an einer schitzophrenen Psychose litt:
Er hat Sachen gesehen, die nicht real waren, seiner eigenen Phantasie entsprangen.

Und so eine Person gelangt nun in seiner Beschäftigung mit Goethe an eine Ideologie,
die alles *Sehbare* zur Wissenschaft erklärt!
Unabhängig davon ob es in irgendeiner Art messbar ist.
Fast automatisch dürfte sich Steiner als eine Art Über-Wissenschaftler gesehen haben:
Die eigene Krankheit wird für ihn dadurch zur Offenbarung, denn er scheint mehr zu sehen als Andere…
Er selbst wird zur einer über-den-Dingen-stehenden Autorität.

Rudolf Steiner als Inhaber einer erweiterten Realität, als „Schauender“.
Als Guru, dessen Eingebungen (Psychotische Schübe?) auch nicht diskutierbar wären,
da sie ja nur von ihm alleine „geschaut“ werden konnten…

Steiner liefert durch die Integration seines „Übersinnlichen“ in Goethes Denkansätzen den ideologischen Überbau der *modernen* Esoterik:
Die Wideraufwärmung eines mystisch-mittelalterlichen Denkens in der Neuzeit.

Steiners Analogien

Selbst hat Steiner uns einige dieser Pseudo-Analogien überliefert:
– Um an Leuten herumzudoktern,
– um Leute nach seltsamen idiotischen Maßstäben zu bewerten,
– um Kinder in Schulen ein seltsam-mystisch-autoritäres-antiaufklärerisches Weltbild aufzupfropfen.
– Um Menschen in Rassen einzuteilen und sie dabei qualitativ einzuordnen!
Alles dies aufbauend auf wahnsinnig oberflächlichen Analogiebetrachtung,
in Kombination mit einer autoritären faschistoiden Guru-Gläubigkeit.
In einer von seinen Jüngern heute immernoch  als „sanft“ empfundenen Brutalität!

Beispiele daraus sind der Zahnstand,
nach dem Steiner die intellektuelle Reife seiner Waldorf-Kinder einsortierte.
Oder die Stellung der Füße:
Kinder die auf Zehenspitzen gehen wären demnach in ihrer aktuellen Inkarnation noch nicht angekommen.
Dadurch macht es auch keinen Sinn, diese in Kindergärten in dem Maß zu fördern, wie andere Kinder.
Kindern werden auch entsprechend ihrer Größe und Körperhaltung „Themperamente“ zugeordnet,
andere Qualitäten über die Sternzeichen…

Und dann gibt´s bei Steiner noch die bekannten unsäglichen „Rassen“-Zuordnungen,
wobei der Begriff der Rasse genauso Unsinn ist, wie die Zuordnung selbst.
Steiner, die Anthroposophen, die Theosophen und anderen Esoteriker dieser Zeit machten den Holocaust überhaupt erst möglich!
Durch diese Analogiebetrachtungen, in dem sie Menschen mit „Rassenmerkmalen“ belegten,
von absterbenden Rassen und dergleichen phantasierten.

Ein ganzes Arsenal an ganzheitlichem Blödsinn wird über diese Kinder und Mitmenschen ausgebreitet,
wahnsinnig dämliche Analogien…
Viele Eltern -sofern sie überhaupt von diesen Kriterien wissen- akzeptieren dies,
weils oberflächlich gesehen so schön „sanft“ und „ganzheitheitlich“ daherkommt….

Zusätzliche Informationen dazu bei der GWUP oder bei Hoaxilla

Weitere Analogien – das Arsenal des Unsinns:

Im Prinzip ist die ganze Esoterik mit diesen Analogiebetrachtungen durchsetzt:
Einfache (zu einfache!) Erklärungen für alles.
Und (offensichtlich) je einfacher das Prinzip, desto erfolgreicher…

Da werden Zungenbereichen, Hautbereichen, Rückenwirbeln, Zähnen, oder der Iris Organe zugeordnet,
da werden Nummern Eigenschaften zugewiesen,
Handlinien würden Lebenslänge und Gesundheit zeigen…

Viele dieser Zuordnungen kommen aus der traditionellen chinesischen Medizin.
und haben ihrem Ursprung im früheren Verbot, den menschlichen Körper zu öffnen, um Funktionsweisen zu untersuchen.
Dadurch hat man man im Prinzip das gemacht, was die Astrologen mit dem Himmel anstellten:
Man hat willkürliche Zuordnungen erschaffen, die über einen Placebo-Effekt hinaus keine Bedeutung haben.
Die ganze Idee von „Meridianen“, die den Körper durchziehen ist haltloser Humbug.

Auch die Homöopathie besteht aus nichts anderem als aus oberflächlichen hahnebüchenen Zuordnungen!
Das Prinzip heißt „Gleiches mit Gleichem heilen“:
Also eine Substanz,  die vom Gesunden genommen eine Reaktion bewirkt, würde massiv verdünnt (=Potenziert…) dann beim Kranken das Gegenteil bewirken.
Auch eine superdämliche Symptombehandlung,
ohne sich im geringsten zu fragen, wie überhaupt der menschliche Körper funktioniert!
Ohne Ahnung von irgendwas…

Bullshit-Merkmal!

Die Sache mit den Analogiebetrachtungen ist im Grunde auch das Merkmal dafür, um Blödsinn zu entlarven.
Wenn Jemand mit diesen wunderbar einfachen aber falschen Analogiebetrachtungen kommt,
können Sie sich sicher sein, dass man ihnen irgendeinen Blödsinn verkaufen will!!!
Lassen Sie´s sein! Das hört sich immer nur oberflächlich logisch an! Sparen Sie ihr Geld!

Mein Sohn ist ja mittlerweile Teenager, und als Sportler ißt er gerne wieder Salat!
Leider aber keine Tomaten…
Und dann wäre er noch FC-Bayern-Fan! ….da hab ich mir gedacht, ich erklär´ ihm mal, dass die rote Farbe vom FC-Bayern von den Tomaten….?
Weil Ribery, Lahm und Neuer soviele Tomaten essen würden…?
Naja, zum Glück ist der Zug abgefahren! Der glaubt nicht mehr so einen Humbug! :-)
Ich bin stolz auf ihn!

LG, Jemseneier

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Diskussionen

17 Gedanken zu “Analogiebetrachtungen

  1. Dass Steiner ein esoterisch verseuchter Vollidiot war, ist allgemein bekannt. Es gibt aber immer noch genügend Dummköpfe, die dessen Pseudowissenschaft – die Anthroposophie – für bare Münze nehmen und den Steiner-Kult hochhalten. Womit einmal mehr die These erwiesen ist, dass die menschliche Dummheit unendlich ist. Die Stadt Stuttgart hat diesem geistig verirrten Hirnkranken in 2011 sogar eine Ausstellung gewidmet. Gesponsert wurde diese Veranstaltung durch die Kulturstiftung des Bundes, womit der Beweis erbracht wurde, dass kein Schwachsinn so gross ist, dass er nicht von irgendwelchen noch bekloppteren Idioten übertroffen werden könnte !

    Übrigens: Wussten Sie schon das der baden-württembergische Kultusminister Stoch (SPD) seine vier Kinder in die Waldorfschule schickt ?

    Verfasst von Argus7 | Januar 20, 2014, 11:47 am
    • ja, aber im Prinzip gehört schon eine gewisse Intelligenz dazu, dermaßen schwachsinnige Positionen zu vertreten, wie´s der Steiner gemacht hat.
      Und auch noch so, daß ihm so ein großes Rudel hinterher läuft…

      Wir hatten in Bayern viele Jahre eine Strauß-Tochter als Kultusministerin (also direkt zuständig für das Bildungssystem), die ihre Kinder auch auf die Waldi-Schule geschickt hat… Selbst war sie Hotelfachfrau, Tochter von Josef, und hatte ein Grundstudium an der Fernuni Hagen (http://de.wikipedia.org/wiki/Monika_Hohlmeier)…

      Verfasst von jemseneier | Januar 20, 2014, 10:39 pm
  2. @ jemseneier

    Nun ja, lieber Jemseneier, Genie und Wahnsinn sind nun mal nahe beieinander. Und akademisch gebildete Trottel sind ja auch keine Seltenheit, wie Dein Beispiel nachdrücklich beweist. Ein akademisches Studium ist nun mal kein wirksamer Schutz gegen pseudowissenschaftlich motivierten Schwachsinn.

    Verfasst von Argus7 | Januar 21, 2014, 2:48 pm
  3. Zitat jemseneier: “…Würde mich interessieren was du zu meinen letzten Blog-Artikel sagst…”

    finde ich prima … siehe meine nächsten Kommentare

    Verfasst von Andreas Lichte | März 1, 2014, 10:06 am
  4. @ jemseneier

    natürlich “analogien”: erwartest du von einem durchschnittlichen Bourgeois (= Waldorfelter), dass er das “Induktionsproblem” lösen kann?

    “Der Mann, der das Huhn tagtäglich gefüttert hat, dreht ihm zu guter Letzt das Genick um und beweist damit, daß es für das Huhn nützlicher gewesen wäre, wenn es sich etwas subtilere Meinungen über die Gleichförmigkeit der Natur gebildet hätte.”

    Bertrand Russell, “Probleme der Philosophie”

    Verfasst von Andreas Lichte | März 1, 2014, 10:07 am
  5. Hallo Andreas :-) No, erwarte ich nicht (mehr)… Obwohl dieses Induktionsproblem eigentlich Schulwissen darstellt: https://chiemgaugemseneier.wordpress.com/2013/12/15/sei-doch-mal-offen-fur-anfanger-ignoriere-deine-kritikfahigkeit/
    …aber halt kein Waldoofschulwissen…

    Verfasst von jemseneier | März 1, 2014, 10:14 am
  6. @ jemseneier

    du schreibst zur Wirkungsweise von Rudolf Steiner:

    „in Kombination mit einer autoritären faschistoiden Guru-Gläubigkeit“

    Die Leute regen sich ja immer SOOOO auf, wenn ich „Anthroposophie“ mit dem Attribut „faschistisch“ ergänze – mache ich da etwas falsch?

    Denn Anthroposoph sagt doch selber:

    “Wenn die Anthroposophen in der Mehrheit wären, hätten wir längst den Faschismus.”

    Wilfried Jaensch, bei einer Raucherpause im “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin”, wo er als Dozent Rudolf Steiners “Allgemeine Menschenkunde” unterrichte.

    Verfasst von Andreas Lichte | März 1, 2014, 10:22 am
    • Nö, ich glaube da liegst Du schon richtig.
      Ich hab 20 Jahre Erfahrung mit Steiner-Anhängern, im Verwandten und Bekannten-Kreis.
      Ziel ist im Prinzip immer, irgendwie Verantwortung abzugeben: an Geister, an höhere Mächte, an Orakel, an einen Führer! Da ist der Faschismus eingebaut!
      Das Ziel: die Reduktion von Komplexität. Die Welt ist zu komplex um sie zu verstehen, also machen wir sie uns einfacher, zum Beispiel mit falschen Analogien.
      Implementiert immer auch den Wunsch aufgehoben zu sein, in einer Gemeinschaft aufzugehen: im Prinzip das System „Spiritualität“. https://chiemgaugemseneier.wordpress.com/2013/07/02/spiritualitat/
      Und dann gibt´s Leute wie Rudolf Steiner und Adolf Hitler, die sich als Lichtgestalten verkaufen können, indem sie genau dieses spirituelle „Heil“ versprechen!
      https://chiemgaugemseneier.wordpress.com/2013/09/15/das-waldorf-syndrom/

      Verfasst von jemseneier | März 1, 2014, 10:54 am
      • @ jemseneier

        ich habe meine „Anthroposophie ist Faschismus?“-Frage aus „böser Erfahrung“ gestellt –

        da sah ich neulich bei einem liebenswerten Geschöpf plötzlich die Fratze der Waldorf-Sympathisantin:

        „Die Theorie, ja – aber in der Praxis sieht doch alles ganz anders aus …“, hiess es da, usw., usw.

        Wie überzeugt man sein Gegenüber davon, dass die bunte Waldorf-Blümchen-Tapete nur lose über eine faschistische Ideologie geklebt ist?

        Verfasst von Andreas Lichte | März 1, 2014, 11:20 am
  7. Andreas, das ist schwer. Ein paar Leute hab ich erreicht, die nur mit einem Fuss drinsteckten.
    Teilweise sind da eben ganze Familien drin, wo einfach der Druck riesig ist, dazuzugehören… Das ist wie bei anderen Sekten auch.
    Die Leute, die sich eigentlich erst mal umschauen, kann man ganz gut erreichen. Um die gehts!

    Beispiel:
    Eine Diskussion mit einer neuen Bekannten, hatte ihr Kind früher im Waldorfkindergarten.
    Die Kindergärtnerinnen hatten ihr dann erzählt, das Kleine wäre noch nicht richtig in der Welt angekommen, weil sie auf Zehenspitzen läuft… (Analogien…?!)
    Durfte dann nicht die tollen Sachen der Mond(?)Kinder machen, sondern nur Filzarbeiten…
    Später in der ersten Klasse Normalschule hätte das dann sogar der Lehrer bestätigt, das Kind wäre (nun) ein bisschen in ihrer Entwicklung zurück. Hat das dann aber innerhalb eines halben Jahres aufgeholt!

    Auf die Idee, dass das Kleine in der 1. Klasse hinten nach war, weil es aus esoterischen Gründen nicht ausreichend im Waldorfkindergarten gefördert wurde, ist sie nicht gekommen!
    Der Umstand, das das Defizit so schnell aufgeholt wurde, spricht ja genau dafür!

    So hatte die Mutter das noch nicht gesehen… Da sind dann gerade jemand im Gespräch mit mir die Schuppen von den Augen gefallen.
    Wer weiß, was passiert wäre, wenn man hier die Waldorf-Karriere fortgesetzt hätte…

    Verfasst von jemseneier | März 1, 2014, 11:57 am
    • … der Waldorfkindergarten, die Steigerung der bunten Waldorf-Blümchen-Tapete in …

      “Meine Erlebnisse im Waldorfkindergarten

      Vorwort der Eltern: „xy“ [von mir anonymisiert] besucht im Alter von 4J/3M bis 5J/8M einen Waldorfkindergarten. Nach 15 Monaten nehmen wir sie vorzeitig heraus. Zwei ihrer Schlüsselsätze waren. “Ich will wieder in den Bauch rein, ich will nicht auf der Welt sein” und ”Ich will sterben, hier auf der Welt will ich nicht sein”.
      Vier Monate vor ihrer Einschulung besucht „xy“ noch einen konfessionellen Kindergarten, in dem es ihr sehr gut gefällt.

      Während der ganzen folgenden Monate beschäftigen sie die Erlebnisse im Waldorfkindergarten noch so nachhaltig, daß „xy“ immer wieder darüber nachdenkt, wie sie andere Kinder davor bewahren könnte, selbst solche Erlebnisse machen zu müssen. Es entsteht der Gedanke, ein Buch zu schreiben. Selber schreiben konnte sie noch nicht, also machten wir ihr den Vorschlag, alle Erlebnisse auf Video zu sprechen. Ganz begeistert davon begann sie zu strukturieren und sprach sie noch am gleichen Tag eine dreiviertel Stunde lang ohne Unterbrechung auf Band. Die Namen in ihren Ausführungen wurden abgeändert.

      [ein Kapitel aus dem Buch „Meine Erlebnisse im Waldorfkindergarten“:]

      Einmal vom Malen

      Also. Mein Freund der Konstantin malte immer gerne Feuerwehrautos und Polizeiautos. Aber das durfte er nicht.
      Einmal aber, da malte er einen ICE. Und da machte er noch die Buchstaben drauf, ganz schön.

      Das konnte die Schilling [Erzieherin] nicht leiden, daß er schon schreiben konnte. Und dann kriegte sie eine Wut und sagte zu ihm: ’Und die ICEs, die läßt du bleiben! Mal Zwerge, Sonnen, schöne Prinzessinnen.’

      So richtig waldörflich mußte er malen. Für einen Jungen war das ein richtiges Problem.”

      Verfasst von Andreas Lichte | März 1, 2014, 12:53 pm
  8. Wenn man bedenkt, dass der baden-württembergische Kultusminister, Andreas Stoch (SPD) seine vier Kinder in die Waldorfschule schickt, muss es einem um den SPD-Nachwuchs richtig bange werden !

    Verfasst von Argus7 | März 1, 2014, 5:02 pm
  9. „Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“

    https://hpd.de/artikel/10216

    Verfasst von Andreas Lichte | Oktober 13, 2014, 4:06 pm

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