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Kulturschock Oktoberfest – Bairische Leitkultur aus der Sicht von Afrikanern


Habe d`Ehre, jetzt fängt ja das Oktoberfest an!
… und der Seehofer Horsti wollte gemeinsam mit Angela Merkel noch vorher die Grenze zwischen Bayern und Österreich dicht machen, damit flüchtende Asylbewerber da nicht stören! Wer will sich schon die Bierlaune verderben lassen?
(Vielleicht hat ihnen auch der Postillion ein bisschen Angst gemacht?)

Die Rechten und die Bayernpartei haben gejubelt…
Ich hab mich dann allerdings gefragt, ob die Bayernpartei eigentlich ihr eigenes Land kennt?
Waren diese Leute von der Bayernpartei eigentlich schon mal in Bayern?
Weil dann müßten sie eigentlich wissen, dass wir nach Österreich eine Grenze haben, die man gar nicht schützen kann!
… die quer über die Alpen geht.
Um dies zu erklären reicht ein Blick auf Google-Earth, oder eine herkömmliche Wanderkarte.

Der „Erfolg“ war, dass sich am Tag der „geschlossenen Grenze“ der Verkehr von Freilassing in Deutschland bis quer durch Salzburg (Österreich) gestaut hat, Salzburg in einigen Teilen lahmgelegt wurde. Mittlerweile haben die Schleuser und Flüchtenden neue Wege über die Grenze gefunden, die Auswahl ist ja auch riesig und unkontrollierbar.
Europa ist zusammen gewachsen, und die Grenzen zwischen Österreich und Deutschland gibt´s längst nur noch rudimentär, zum Glück!

Ich will aber nicht behaupten, dass mir die Zahl der Flüchtenden nicht auch irgendwo ein bisschen Angst macht:
Ich lebe gerne in einer sekulären und aufgeklärten Gesellschaft, viele dieser Leute muss man mit dem System erst mal bekannt machen.
Das geht mir oft aber bei Einheimischen genau so!
Mir stinkt deshalb auch die Demagogie dieser bornierten Hardliner, die meinen eine „Christliche Leitkultur“ verteidigen zu müssen. Ein Günther Beckstein, der am liebsten nur Christen aufnehmen würde zum Beispiel. Den Leuten ist gar nicht klar, dass wir unsere Demokratie und unsere Freiheit nicht mit den Kirchen, sondern oft gegen sie errungen haben. Und das Verfassungspräambeln, in denen erklärt wird, alle Macht gehe vom Volke aus, christlichen „Würdenträgern“ durchaus noch bis zum Ende der Weihmarer Republik ein Dorn im Auge war:
Erst danach sickerte es allmählich durch, dass die Idee vom Staat mit göttlicher Legitimation niemals eine gut Idee sein kann. Im Gegenteil.
Im Prinzip bin ich Anhänger eines Laizismus, so wie ihn die Franzosen haben. Wo Religion im Staat keine Rolle spielt, komplett von einer Einflussnahme ausgeschlossen ist – ganz egal, ob´s jetzt christliche Demagogen, muslimische Hardliner oder irgendwelche Esoteriker sind.
Wo jeder eben dadurch in Ruhe seine Religion leben kann, weil der Staat dazu einen atheistischen Rahmen bereit hält.

Wie würde das nun aber aussehen, wenn nun diese Afrikaner die bayerische Bierfest-Leitkultur kennen lernen?
Dieses niveauvolle Beisammensein, voller intellektueller, philosophisch staatskundlicher Gespräche bei einem geflegten Mass Bier? Diese bairische Hochkultur?
Naja, da gibt es einen österreichischen Film, der dem ganz nahe kommt, und mal nach etnologischen Standards unserer gemeinsamen alpenländischen Kultur sucht. Schon älter, aber dieses Jahr irgendwie besonders aktuell. Eine afrikanische Delegation aus Ethnologen geht auf Safari in Oberösterreich und lernt die Bierfeste kennen…
Film ab, „das Fest des Huhnes“:

 

 

 

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Chiemgauer

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