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(Real)Satire, Parallel-Universum

Selber schuld?


Leid durch Esoterik, Filterbubbles und Gesellschaftsversagen.

Vor einiger Zeit ging ein Bericht von einer psychisch kranken Frau durch die Social Media, die das Geld vom Amt statt für die Miete lieber für wirkungslose Homöopathie und deren Wunderheiler ausgegeben hatte. Echte Medikamente und eine sinnvolle Psychotherapie, die von der Krankenkasse gezahlt worden wäre, hat sie offensichtlich ausgeschlagen. Nun steht sie mit Mietschulden vor dem Rauswurf aus ihrer Wohnung. Öfter als man denkt kommt es zu dramatischen Situationen, wenn sich Menschen Wunderheilern, Heilpraktikern und seltsamen Gesundheitscoaches anvertrauen.

Manchmal ist es der Verlust des sozialen Umfelds, des Berufs, der Wohnung. Fast immer ist es noch viel konkreter der Verlust der Gesundheit, weil man statt sinnvoller Therapien diesen Pseudoheilern geglaubt hat. Anbieter, die parallel zu ihren Mittelchen immer auch die große Pharmaverschwörung inszenieren, um die ängstliche Kundschaft an die eigene Person zu binden. Furchtbar oft wird dann nicht nur die Sehnsucht, sondern auch die Verzweiflung von Menschen ausgenutzt: Beispielsweise bei Krebskranken ohne Heilungsaussichten, die zum letzten Strohhalm greifen. Die kann man dann ausnehmen, bis zum bitteren Ende.

Der Tenor vieler Kommentatoren ist immer wieder: “Mensch, so bescheuert kann man doch gar nicht sein!”, und wer sich auf solche Typen einlässt hätte es schlicht “verdient”. Aber ist das wirklich so?

Ich glaube nicht. Irgendwie habe ich immer noch Mitleid mit diesen Leuten, ganz egal wie doof das aussehen mag. Und das wesentlich Schlimmere ist ja, das wir dieses Theater ganz konkret zulassen, das dann für diese Leute zu Verhängnis wird! Wir widersprechen nicht, obwohl wir es sollten, lassen den Schein stehen. Manchmal unterstützen wir ihn sogar, wie ich damals eindrucksvoll ab Beispiel der Esoterik-Uni-Traunstein erfahren durfte.

Die Filterbubble

Kann man Leuten die Schuld an der eigenen Misere geben, wenn Esoterik überall so furchtbar präsent ist?

  • Wenn die Indoktrination in das Irrationale vielleicht schon im Kindergarten von Montessori und Waldorf anfängt, oder schon vorher mit der Geburt durch Ratschläge einer esoterisch veranlagten Hebamme?
  • Wenn das dann ungebremst in den Schulen weiter geht, die Supermärkte voll sind mit Esofood?
  • Wenn das örtliche von der Stadt finanzierte Schwimmbad gegrandert ist? (Bildschirmdruck v. d. Grander-Webseite liegt vor) …genauso wie das regionale Krankenhaus? (Romed Prien und Rosenheim, Bildschirmdrucke von der Grander-Webseite liegen vor). Oder die örtliche CSU-Zentrale (Rosenheim, Bildschrirmdruck liegt vor)
  • Wenn viele Ärzte versuchen, sich mit seltsamen IGeL-Leistungen auch noch Geld mit Esoterik dazu zu verdienen?
  • Wenn Menschen immer und immer wieder Esoterik und Ökologie verwechseln?
  • Wenn es bei den Damen im Dorf zum guten Ton gehört, seine paranoiden Absurditäten vor sich her zu tragen, die natürlich nur mit Esoterik geheilt werden können?  
  • Wenn die Gemeinden und Verkehrsämter Werbung machen für Veranstaltungen mit obskuren Inhalt?
  • Wenn der Staat Esoterik als “Besondere Therapierichtungen” hoffähig macht, ohne dafür Wirksamkeitsnachweise zu verlangen?
  • Wenn, wenn, wenn…

Nein, die Leute können nichts dafür, wenn sie in diese Bubbles geraten, wenn das alles so omnipräsent ist, und sie nicht die Kraft oder die Intelligenz haben, sich dort wieder los zu lösen! Klar ist, dass sich diese Bubbles in ihrer Abgewandheit von der Realität, in ihren Verheißungen auf Gesundheit und Vervollkommnung, in ihrer Paranoia, in ihrer homöopathischen Argumentationsweise, mit ihren ganzen spirituellen Pseudolösungen auch in sektoide Strukturen auswachsen. Die Übergänge, wie oft genug in meinem Blog dargestellt, sind schleichend…

Damals in Traunstein…

Ich muss ein bisschen ausholen, in die Zeit von 2012 bis 2014. Damals versuchte ein Verein, gesponsert von der Homöopathie-Lobby und unterstützt von der Steinbeis-Uni, eine Hochschule für Homöopathie in Traunstein zu etablieren. Das Ziel war unter anderem, Krebskranke mit Homöopathie zu behandeln, von Leuten die größtenteils wohl nie eine Medizin-Universität von innen gesehen haben, und ein paar Heilpraktikern hier aus der Gegend, mit vollkommen absurden Hintergrund. Hier war dann eine rote Linie überschritten. Es ist etwas anderes wenn ein paar ältere Damen ein bisschen mit Homöopathie herumspinnen, als wenn Leute auf Basis von Fake-News und “alternativen Wahrheiten” eine Pseudo-Uni gründen wollen, um sich an schwerstkranken Menschen zu verdingen. Seltsamerweise hat das Gros der Politik und einige verpeilte Bürger zuerst überhaupt nicht kapiert was daran so falsch war.

Erst hat der Spiegel darüber schreiben müssen,  und die internationale Presse aus Österreich und der Schweiz. Dann hat es hier langsam ein paar Leuten gedämmert, und die Steinbeis-Universität hat zum Glück relativ flott ihre Unterstützung abgesagt. Aber das große Staatstheater geht weiter!

Politik

Die Politik hat es lange nicht verstanden, und größtenteils verstehen sie es heute noch nicht. Eigentlich ist es ziemlich egal, zu welcher Partei man schaut: Die Grünen haben traditionell ein Esoterikproblem, das kommt noch aus den Gründungszeiten: Einer Hippie-Kultur, die doch sehr stark auf spirituelle Führer geschaut hat und sonst auch furchtbar esoterisch war.
Die SPD hat so ein Problem sich über Themen zu zanken, die lange Zeit im Mittelpunkt der Grünen standen. Man will schließlich anschlussfähig sein (Mittlerweile als der kleinere Bruder…). Das ist schade, weil sie immer die kritischen Leute gehabt hätten, um sich gegen Schmarrn-Medizin, Esoterik und Fakes aufzustellen.
Die CSU/CDU steht auf alles was so ein bisschen traditionell daher kommt, egal wie überholt das ist, und die AfD steht esoterisch gesehen gleichauf mit den Grünen. Die Rosenheimer AfD wird beispielsweise gleich von 2 Heilpraktikern (Christian Demmel und Andreas Winhard) geführt, also von Leuten die früher eigentlich von einem klassisch grünen Klientel aufgesucht worden wären. Der Witz ist, dass dieses ganze Systematik des Verschwörungsdenken, das man bei den grünen Alternativen gelernt hat, auch bei diesen extremen Rechten passt, wie Arsch auf Eimer.

Fazit: Unsere komplette politische Landschaft war und ist größtenteils nicht in der Lage, Esoterik als das zu bezeichnen was sie ist: Bescheuert und gefährlich!

Politische Organisationen sind das Eine, denen kann man glauben oder nicht, und sonst wählt man halt die anderen…

Beim Staat selbst ist das nochmal schlimmer. Vom Staat erwartet man sich so etwas wie “Seriösität”. Dass er aufpasst auf seine Bürger, und sie nicht ins offene Messer laufen lässt. Leider ist das bei Esoterik und Pseudoheilkunde nicht der Fall.

Die “Volkshochschulen” und die Esoterik

Dieser Homöopathenverein, der versuchte die Para-Universität zu etablieren, der sich an Krebskranken probiert, hat immer noch eine außergewöhnliche Adresse in Traunstein: Die des Gesundheitsamtes! Wirklich! Dieser Verein ist im gleichen Haus mit dem Gesundheitsamt… Und das Gebäude gehört der öffentlichen Hand.

Es ist also nicht so, dass dieser Verein weg vom Fenster wäre, im Gegenteil: Jedes Jahr veranstalten diese Leute in Traunstein die Homöopathie-Tage. Wenn das privat organisiert wäre, wäre das vielleicht nicht so schlimm, aber die Veranstaltung ist komplett eingebunden in die VHS Traunstein! Der Vorverkauf wird über die VHS geregelt, genauso wie die Werbung und wer weiß was im Hintergrund noch.
Ca. 60% der Finanzierung der Volkshochschulen in Deutschland passiert durch die öffentliche Hand. Vormals angetreten, um Aufklärung und Bildung in die Bevölkerung zu bringen, ist die VHS in seiner Gesamtheit heutzutage mit Sicherheit Deutschlands größter Anbieter von Esoterikkursen. Der Spiegel mahnt an, VHS-Kurse sollten nicht zur Volksverdummung beitragen. Doch, tun sie! Und ganz besonders in Traunstein!

Zurück zu meiner Ursprungsfrage: Kann man Leuten wirklich die Schuld dafür geben, wenn sie sich ihre Gesundheit ruinieren, weil sie sich in die Hände obskurer Heiler begeben, wenn sie dazu auch noch in staatlich finanzierten Stellen dazu angefixt werden? Gerade die Volkshochschulen sind für solche Esoterik-Anbieter die Möglichkeit um neue Kundschaft zu generieren.

Die Krankenkassen und der Staat

wie schon beschrieben ist der Staat auf dem 3. Auge ziemlich blind, die Klientel der Esoteriker ist groß, und sie reicht von den Grünen bis zur AfD. Dadurch tut man sich schwer überhaupt irgendetwas zu reglementieren.

Während den Krankenkassen von Staats wegen verwehrt wird, sinnvolle Dinge wie Brillen und Zahnersatz in ihren Regelsätzen auf zu nehmen, dürfen diese ungehindert Werbung machen mit Zuzahlungen im Esoterikbereich: Der Witz ist, das ganze passiert massiv auf Kosten der Versicherten! Längst ist bewiesen, das die Unterstützung von Pseudomedizin nicht nur mehr kostet, sondern auch die Krankenstände verlängert. Lustigerweise haben das die Homöopathen (Claudia Witt) sogar selbst herausgefunden.

Das schlimme ist, dass dadurch der Bürger den Eindruck bekommt, dass dann schon etwas dran sein müsste, wenn´s die Krankenkasse zahlt…

Yoga, Reiki und andere

Den Leuten, die meinen letzten Artikel gelesen haben, dürfte klar sein dass Yoga oft nicht so harmlos ist wie es scheint. Dass gerade Leute, die auf Sinnsuche sind, leichte Opfer für diese Leute werden.
Ähnlich wie Yoga funktioniert Reiki, es ist auch ein System was wie sanfte Heilung daher kommt, aber mit der Macht die hier irgendwelche Lehrer über ihre Schüler gewinnen, zur Katastrophe führen kann. Berühmte Beispiel zu Yoga und Reiki, gerade hier aus dem Chiemgau ist die Sekte “Neuer Yogawille”, “Ein Weg hinters Licht”, der “Sacrethuman-Kult” und andere. Wer sich hier mal die Zeitung aufmacht, und die Werbung diverser Anbieter nach-googelt, findet hinter Yoga fast immer auch zusätzliche zweifelhafte Lebenshilfeangebote mit massiven Manipulations-Potential.

Einige Krankenkassen bezahlen oder bezuschussen solche Kurse. Und die staatlich finanzierten Volkshochschulen bieten das auch an.

Bei Reiki ist die spirituelle Übergriffigkeit eigentlich grundsätzlich der Fall, da man mit der ersten Anwendung schon in einem absurden “Energie”-System eingebaut wird. (Zu Reiki steht noch ein Artikel aus, den muss ich noch nachreichen.)

Wenns den Krankenkassen um den gesunderhaltenden sportlichen Teil gehen würde, könnten sie genauso gut die Gebühren für Sportvereine übernehmen, oder für Tanzkurse. Der Umstand dass dort explizit Esoterikangebote gefördert werden, ist doch auch schon wieder Teil einer absurden Klientelpolitik.

Waldorfschulen

Speziell über die fehlende naturwissenschaftliche und kritische Bildung an herkömmlichen Schulen hatte ich schon einen Artikel geschrieben. Kritisches Denken wird zumindest zu wenig gefördert.
Verhindert wird dies hingegen konkret an den Waldorfschulen, aus esoterischen Gründen: Nach der Ideologie der Anthroposophie darf dort Unterricht erst nach dem 14. Geburtstag wissenschaftlichen Charakter haben, mit der Entwicklung des “Astralleibes”. “Kulturkritik” darf man sogar erst danach äußern, mit 21. Jahren. Faktisch wird durch Steiners “Hüllenanthropologie”  strukturelles kritisches Denken komplett ausgespart (Quelle: Sebastiani: “Anthroposophie, eine kurze Kritik”, Seiten 92-94) Stattdessen gibt es jede Menge Esoterik, ganz viel “Staunen”, und nachplappern. Dieses Unvermögen, sich wissenschaftlich kritisch auseinander zu setzen, fördert auch das szenetypische unsägliche Verschwörungsdenken, und die daraus entstehenden Filterbubbles. Dazu hatte ich schon einmal geschrieben.

Waldorfschulen werden zum größten Teil durch die öffentliche Hand finanziert, das Schulgeld macht nur einen kleinen Bruchteil aus. Die Schulen kommen mit den Einnahmen selten gut aus, und sind oft am Jammern, ganz sicher auch wieder im diesem Jahr, zum hundertsten Bestehen von Waldorfschulen. Der Staat finanziert diese Schulen, die Menschen systematisch für dumm verkaufen. Er macht das an Orten wie z.B. in Prien und Rosenheim, die ein komplettes Angebot an Regelschulen vom Gymnasium bis zur Haupt- und Mittelschule bereit stellen. Sie kosten dem Steuerzahler dadurch zusätzlich! Der Staat gibt viel Geld aus, für das schulische antiaufklärerische Parallel-Universum eines obskuren Esoterik-Vereins, nach den Lehren eines durchgeknallten rassistischen Gurus aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts.

Um gleich nochmal auf die Pseudomedizin zurück zu kommen: Die Priener Waldorfschule veranstaltet jedes Frühjahr die sogenannten “Heilpraktiker-Tage”, wo dann schon die ganz Kleinen mit dieser Pseudomedizin angesteckt werden. Da kriegt man dann die ganze Bandbreite an Bullshit: Von irgendwelchen Bioresonanz-Geräten über Homöopathie (auch für Pflanzen etc…) hin zu lustigen Hohlogrammen gegen Handystrahlung…

Zurück zur Ursprungsfrage: Kann man Leuten wirklich die Schuld dafür geben, wenn sie sich mit Esoterik ihre Gesundheit und ihr Leben ruinieren, wenn die quasi von klein auf damit heranwachsen, und systematisch bis zur Volljährigkeit mit staatlicher Unterstützung aufs falsche Gleis gesetzt werden?

Heilpraktiker

Ich muss gestehen, bis in die 0er Jahre hinein wusste ich gar nicht so genau was Heilpraktiker machen und was die für eine Ausbildung haben. Meine naive Sicht von damals wird womöglich von vielen Leuten heute geteilt. Demnach wären Heilpraktiker schlicht Kräuterkundler gewesen, wobei dieses ganze “alternative” Zeug auch irgendwie Kräuterkunde wäre. Ich dachte, dass diese Leute in diesem Bereich eine fundierte Ausbildung hätten. Nichts, aber auch gar nichts davon ist richtig! Ein Gesetz aus dem Jahr 1939 erlaubt Laien die “Ausführung der Heilkunde”, sofern von diesen Leuten keine Gefahr für die Volksgesundheit ausgeht. Überprüfen tut das einmal der Amtsarzt im Gesundheitsamt, durch einen Ankreuztest und ein mündliches Gespräch. Dabei wird kaum medizinisches Wissen abgefragt. Die Absicht dahinter ist viel mehr herauszufinden, ob der angehende Heilpraktiker in der Lage ist, bei einem Kunden eine schwerwiegende Erkrankung zu erkennen um ihn dann zu einem Profi zu übermitteln. Diese Latte wird später in der Praxis ständig gerissen: Heilpraktiker sind natürlich der Meinung selbst heilen zu können, auch durch die Rückkopplung ihrer Filter-Bubble. Der Staat läßt dieses absurde Treiben gewähren, legitimiert Unwissen, unterstützt es durch eine lapidare Gesetzgebung. Der Fall Brüggen-Bracht zeigt, dass man nicht mal in der Lage ist, Heilpraktiker zu stoppen die sich als Krebsheiler generieren. Selbst da passierte über kurzfristige Absichtserklärungen nicht viel.

Wir haben so viele Bereiche in der leiblichen und psychischen Gesundheitspolitik, wo der Staat Menschen wissentlich ins offenen Messer laufen lässt, obwohl er dort eigentlich eine Fürsorgepflicht hätte! Statt Aufklärung zu leisten, unterstützt er die Situation auf vielen Ebenen finanziell massiv! Ich bin nicht dafür, dass man viele Dinge verbietet, aber ich muss doch im Staat soweit ein aufklärerisches Klima schaffen, dass er über wissenschaftlichen Input den Leuten das Maximum an Lebensqualität ermöglicht. Davon sind wir in der Politik leider weit entfernt, über alle Parteigrenzen hinweg.

Justiz und Verwaltungen

Was einfach auffällt, ist einfach dieser totale Unwille auf kritische Auseinandersetzungen, überall! Sei es aus politischen Gründen, wer würde denn gerne seine Wähler durch Komplexität vergraulen? Sei es in den Schulen wo sich Lehrer plötzlich mit esoterischen Eltern auseinander setzen müssten? Sei es auf den Ämtern, wo es einfacher ist manche Dinge einfach zu überhören. Ein krasser Fall von diesem multiplen Staatsversagen sind gerade auch die vor kurzem passierten Armbrustmorde in Passau und Niedersachsen, da wo ein Elternpaar jahrelang um die Tochter gekämpft hatte, die in einer obskuren Esoterikgruppe gelandet war. Schulen und Behörden hatten nichts dagegen getan. Im Gegenteil, die entscheidenden Kontakte zu der Sekte entstanden durch Schule und Lehrer, und das Jugendamt hat systematisch Kontakte zu den Eltern verhindert und machte sich praktisch zum Helfer dieser Sekte.

Ich hatte vor Jahren ein Gespräch mit einem Traunsteiner Richter im Ruhestand. Das Problem für die Leute ist, wenn man nicht die Grundkenntnisse solcher esoterischen Subkulturen hat, versteht man schwer was da vor sich geht.

Möglichkeiten dagegen gäbe es, seit den 90er Jahren wird versucht ein sogenanntes Lebensbewältigungshilfegesetz zu etablieren, das ganz krasse Aussetzer verhindern sollte. Gestoppt wurde das damals durch die Stimmen der Grünen…

Aber die Gesetzgebung wäre nachrangig, wenn wenigstens die Aufklärung funktionieren würde. Das tut sie nicht. Aktuell versucht wieder ein Hersteller von Placebo-Medikamenten, durch Unterlassungserklärungen Leute mundtot zu machen. Zum Glück haben diese Abmahnungen wenig Aussicht auf Erfolg, aber es ist halt trotz des Humorpotentials auch nervig! Leider ist diese Art von systematischer substanzloser Einschüchterung selbst nicht justiziabel. Sollte er aber sein, auch hier sollte der Staat im Sinne der Aufklärung seine Bürger schützen!

Ist nun die Person selbst schuld, die sich auf dieses esoterische Spiel einlässt, das von so vielen Seiten mitgetragen wird? Nein, nein, nein…!

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